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AFK-Wirtschaftsstammtisch am 15. September 2014

Auswege aus der Demografiefalle: Migranten - (teils unbekanntes) Potenzial für den regionalen Arbeitsmarkt?

Eine AFK-Veranstaltung im Rahmen des Wirtschaftsstammtisches am 15. September 2014

Schon mit der Ankündigung des Themas stieß der AFK auf reges Interesse und Resonanz: Fast 100 Mitglieder und Gäste folgten schließlich am 15. September 2014 der Einladung zum diesjährigen Wirtschaftsstammtisch des AFK-Marburg in das Kongresszentrum des Mitgliedunternehmens DVAG. Und so konnte der AFK-Vorsitzende Thomas Janssen neben dem Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg und vielen politischen und unternehmerischen 'Schwergewichten' der Region auch Landrätin Kirsten Fründt und Regierungspräsident Dr. Lars Witteck als interessierte Zuhörer willkommen heißen.

"Anders als zahlreiche Netzwerke, Institutionen, Parteien und Organisationen, die sich mit den Themen "Demografie" und "Fachkräftemangel" auseinandersetzen, will der AFK hierzu kein Positionspapier generieren, oder vertiefende Arbeitskreise ins Leben rufen. Was wir aber können und wollen, ist unsere Mitglieder und Gäste anzuhalten, ihre eigene Position, bzw. die des eigenen Unternehmens zu diesem Thema kritisch zu hinterfragen", so Janssen in seiner Begrüßung. Hierfür sollte der Abend reichlich Diskussionsstoff liefern.

Oberbürgermeister Egon Vaupel ging in seinem Grußwort auf die aktuelle Bedeutung des Themas auch für die Stadtverwaltung ein und lobte den AFK für die Sensibilität, wichtige gesellschaftspolitische Fragestellungen zum richtigen Zeitpunkt in das Licht eines so breiten und einflussreichen Publikums zu rücken.

In einem Impulsreferat gab Dr. Andreas Vlašić, Professor für Marketing an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, den Anwesenden einen kurzweiligen Überblick zu den Erkenntnissen der Forschung zum Thema "Integration von Migranten". Neben begrifflichen Klärungen ging er dabei auf die ablaufenden Prozesse und die unterschiedliche Ausprägungen und Modelle möglicher Integrationsformen ein und beschrieb deren gesellschaftsrelevanten Auswirkungen.

Mit aktuellen Statistiken und deren Interpretation widmete sich Volker Breustedt, Leiter der Agentur für Arbeit in Marburg, der Nahtstelle zwischen Menschen mit Beschäftigung und den Arbeitsuchenden in der Region. Mit Praxisberichten seiner Beraterinnen und Berater konnte er die besondere Situation von Arbeitssuchenden mit Migrationshintergrund illustrieren.

Abschließend berichteten Meriem Chenini und Stefan Waldschmidt von einem Projekt bei der Firma Pharmaserv GmbH & Co. KG, der Standortbetreibergesellschaft am Standort Behringwerke. Als Leiter des Personalmanagements ging Waldschmidt der Frage nach, warum die Anzahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund im Unternehmen, bzw. Bewerbungen aus diesem Klientel nicht mit dem Anteil dieser Bevölkerungsgruppe in der Region korreliert. Hierzu hatte die Studentin Frau Chenini bei Pharmaserv eine Master-Thesis erarbeitet, in deren Verlauf mit Hilfe von Interviews die Gründe erforscht wurden. Die Ergebnisse sowie hieraus abgeleitete Schlussfolgerungen und Maßnahmen wurden von Beiden dem Plenum präsentiert.

Wie üblich bei AFK-Veranstaltungen klang der Abend bei angeregten Netzwerkgesprächen unter den zahlreichen Teilnehmern aus.